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5. Ring A-Konzert und freier Verkauf

Dienstag, 05.02.2019, 20 Uhr
Stadttheater Hildesheim
XAVIER DE MAISTRE, HARFE

„Serenata Española“:
Kompositionen von Guridi, Albéniz,  Soler, Granados, Tárrega und de Falla

Mateo Perez de Albeniz: Sonata D-Dur op. 13
Jesús Guridi: Viejo Zortzico" (Zortzico Zarra)
Isaac Albéniz: "Torre Bermeja" (Serenata)
Isaac Albéniz: „Granada" (Serenata)
Isaac Albéniz:: „Zaragoza"
Isaac Albéniz:: „Asturias" (Leyenda)
Antonio Soler: Sonata D-Dur
Enrique Granados: "Valses poéticos" (1887) H. 147, DLR 7:8
Enrique Granados: Andaluza" aus den Danzas españolas
Francisco Tárrega: Recuerdos de la Alhambra (Erinnerungen an die Alhambra)
Manuel de Falla: Spanischer Tanz Nr. 1 (aus der Oper „La vida breve")

Xavier de Maistre gehört auf der Harfe zu jenen Weltklassemusikern, denen es regelmäßig gelingt, die Grenzen des auf ihrem Instrument Möglichen immer wieder neu zu definieren. Neben Auftragskompositionen von namhaften Zeitgenossen präsentierte de Maistre auch Bearbeitungen von Smetanas „Moldau“, Klavierkonzerten von Mozart oder des berühmten Gitarrenkonzerts „Concierto de Aranjuez“ des Spaniers Joaquín Rodrigo.

Das Musikland Spanien und Werke, die im Original für die Gitarre, das Klavier und für großes Orchester komponiert worden sind, stehen bei de Maistres Hildesheimer Konzert im Mittelpunkt. Im Februar 2018 hat er dieses Programm für Sony Classical als inzwischen sechstes Album aufgenommen:

Die Regeln des Kartenspiels "Tabu" sind einfach: Man muss einen Begriff erklären – ohne dabei fünf nahe liegende Wörter zu verwenden. Nehmen wir mal an, es gäbe eine Spezial-Edition "Musik". Auf der Karte "Spanische Musik" stünde dann sicher "feurig" mit drauf, auf der Karte "Harfenklang" das Wort "zart". Was macht also Xavier de Maistre  in seinem Konzertprogramm, das den Titel "Serenata Española" trägt? Genau, er bringt "feurig" und "zart" zusammen.

Alle Stücke sind zwischen zweieinhalb und sechseinhalb Minuten lang. Sie stammen von spanischen Komponisten aus drei Jahrhunderten, Schwerpunkt: Romantik. Die meisten sind Bearbeitungen, wurden ursprünglich für Klavier, Gitarre oder Orchester geschrieben. Original für die Harfe komponiert ist gerade mal eines: "Viejo Zortzico" von Jesús Guridi.
Möglicherweise sticht es deshalb heraus. Spieltechniken wie Arpeggio oder Glissando, also das Aufbrechen von Akkorden, bzw. das rasche Streichen über die Saiten, erzeugen den typischen Harfenklang – ja, auch diese beiden Begriffe stünden wohl auf der Karte unserer "Tabu"-Spezialedition. Vielleicht aber fällt Guridis Stück deshalb aus dem Rahmen, weil er der einzige Baske unter den Komponisten ist – und daher als einziger aus einer Region stammt, die nicht unter maurischem, also arabischem Einfluss stand.

Der Hildesheimer Konzertabend bietet auch ein paar Hits: den "Danza española No. 1" von Manuel de Falla, "Recuerdos de la Alhambra" von Francisco Tárrega oder "Asturias" aus der "Suite española No. 1" von Isaac Albéniz. Sie alle kennt man in verschiedenen Versionen: für Klavier, für Orchester, aber vor allem: für Gitarre, also für das Instrument, das sinnbildlich für die "Spanische Musik" steht – Stichwort: "Tabu"-Karte. Xavier de Maistre überträgt Spieltechniken wie das typische Tremolo, die schnelle Tonwiederholung, auf seine Harfe.
Dadurch kommt er nah ran an den bekannten, fast schon zum Stereotyp gewordenen Gitarrenklang Spaniens. Aber sein körper- und saitenreiches Instrument und seine fein differenzierte Spielweise bewahren die Interpretationen vor Klischee und Kitsch. Xavier de Maistre will nicht einfach Gitarre auf der Harfe spielen. Er bietet etwas Eigenes, bringt Leichtigkeit in die schwere spanische Mittagshitze, Feinheit in diese wohl lauteste Sprache der Welt. Man will hineinkriechen in die Harfe und keine Tonperle verpassen. Kathrin Hasselbeck

Preise: € 36,-/33,-/30,-/25,-/21,-/16,50Ermäßigung für Mitglieder; 50% Ermäßigung für Schüler und Studenten;
40% Ermäßigung für Schwerbehinderte und Erwerbslose

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