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Konzert in der Mühle

Freitag, 06.04.2018, 18 Uhr
Haus der Industrie, Bischofsmühle, Dammstraße 32
DUO BILOBA
Andreas Lipp, Klarinette
Katharina Groß, Klavier
Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler

"Umbruch"
Max Reger: Sonate für Klarinette und Klavier B-Dur op. 107 (1909)
Claude Debussy: Première Rhapsodie für Klarinette und Klavier (1909/1910)
Alban Berg: Vier Stücke op. 5 (1913)
Johannes Brahms: Sonate für Klarinette und Klavier f-Moll op. 120/1 (1894)

Eine Blütenlese der Musik für Klarinette und Klavier um die Jahrhundertwende. Alle Werke sind in einem Zeitraum von 19 Jahren entstanden. Während die Werke von Reger und Debussy den Kontrast von Spätromantik und aufkommender Moderne demonstrieren, ermöglicht der zweite Teil einen neuen Blick auf die Viola-Sonate von Johannes Brahms, dessen Kompositionstechniken von Alban Berg aufgegriffen und weiterentwickelt wurden.

Acht Jahre nach der Entstehung seiner beiden ersten Klarinettensonaten op. 49 verriet Reger in einem Brief an eine Freundin, dass er "schon wieder an einem neuen Verbrechen gegen Harmonie u. Kontrapunkt" arbeite. Gemeint war die Sonate für Klarinette und Pianoforte op. 107. Reger legte bei der Komposition großen Wert darauf, dass der kammermusikalische Charakter nicht hinter allzu viel virtuosem Beiwerk verschwand.

Debussys „Première Rhapsodie“ hat sich rasch zu einem Schlager des Klarinettenrepertoires entwickelt – ein hochimpressionistisches Werk, das fabelhaft mit den klanglichen Möglichkeiten der Klarinette spielt. Der Erfolg war so durchschlagend, dass Debussy die Klavierbegleitung später für Orchester transkribierte – in dieser Form ist die Rhapsodie bis heute in den Konzertsälen rund um die Welt zu hören.

Alban Bergs Vier Stücke op. 5 gehören zu jenen Miniaturen, mit denen die Komponisten der Wiener Schule um 1910 auf die monumentale Sinfonik  des Jahrhundertbeginns reagierten. Die Stücke entstanden 1913, wurden aber erst 1919 von Schönberg aus der Taufe gehoben.
1894 bat Johannes Brahms den Klarinettisten Richard Mühlfeld, ihn in seinem geliebten Sommeraufenthalt in Ischl zu besuchen, und fügte hinzu: „Gar schön wäre es, wenn Sie ihre B-Clarinette mitbrächten und es nicht gar zu eilig hätten“ – denn die beiden Sonaten op. 120 lagen zum gemeinsamen Proben bereit. Erste Aufführungen im privaten Kreis schlossen sich unmittelbar an, von denen in der Presse schwärmerisch berichtet wurde: „Die Sonaten [...] sind wundervoll und werden gewaltiges Aufsehen machen“.

Andreas Lipp und Katharina Groß lassen Sie ebenfalls von der Schönheit dieser vier Werke schwärmen und wollen Sie mit ihrem Spiel verzaubern!

Preise: EUR 18,-/14,-/9,-
Tickets