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Tagesfahrt am Donnerstag, 24.09.2020
Klosterkirche Grauhof – Romanische Neuwerkkirche – Stabkirche Hahnenklee
Reiseleitung: Bernhard Römer

Entdecken Sie mit dem Kulturring die Vielfalt Harzer Kirchen.

Stiftskirche St. Georg Grauhof
Das ehemalige Augustiner-Chorherrenstift Grauhof wurde 1701 begonnen. Danach wurde von 1711 bis 1714 die Stiftskirche St. Georg errichtet. Für den Bau dieser Stiftskirche wurden namhafte italienische Baumeister gewonnen: Francesco Mitta, Josefo Crotogino und dessen Sohn Sebastiano – alle drei anerkannte zeitgenössische Architekten im südniedersächsischen Raum. Der Kirchentyp der Stiftskirche Grauhof ist in Norddeutschland einzigartig, ohne Vorbilder und ohne Nachfolge. Die dreijochige Wandpfeilerkirche mit dem lang gestreckten erhöhten Chor beeindruckt durch die ungewöhnliche Weiträumigkeit des barocken Gotteshauses. Die Grauhofer Orgel ist ein Meisterwerk barocken Orgelbaus. Sie ist das einzige heute noch fast vollständig erhaltene Werk Treutmanns dem Ältesten und gehört zu den schönsten und größten Barockorgeln Norddeutschlands. Freuen Sie sich auf ein Orgelvorspiel Ihres Reiseleiters Herrn Römer. Nach der Säkularisation wurde der Chorherren-Konvent aufgelöst. 1818 wurde Grauhof einschließlich des Klostergutes, inzwischen zum Königreich Hannover gehörend, dem Allgemeinen Hannoverschen Klosterfond zugeordnet.

Stabkirche Hahnenklee
Das Wahrzeichen Hahnenklees wurde 1907 bis 1908 in zehnmonatiger Bauzeit errichtet. Vorbild waren die wesentlich älteren Stabkirchen Norwegens. Prof. Karl Mohrmann, Konsistorialbaumeister der Hannoverschen Landeskirche, orientierte sich an den nordischen Kirchen, passte aber in Größe und Gestaltung den Entwurf den Bedürfnissen der örtlichen Gemeinde an. So ist die Hahnenkleer Stabkirche mit ihren 240 Sitzplätzen größer als ihre norwegischen Vorbilder und die relativ großen Fenster lassen viel Licht in den Innenraum. Als Baumaterial verwendeten die einheimischen Handwerker Fichtenholz aus der Umgebung, was den Bau auch kostengünstiger machte als den ursprünglich geplanten neugotischen Backsteinbau. Der Baustil erinnert in vielen Elementen an den Schiffsbau, auch etwas an Wikingerschiffe mit den zahlreichen Drachen auf dem Dach und in den Verzierungen. Der Kronleuchter ist einem Schiffssteuerrad nachempfunden. Besonders in der Gestaltung des Altars vermischt sich der zur Bauzeit beliebte Jugendstil mit Elementen der byzantinischen Kunst.

Neuwerkkirche Goslar
Die Neuwerkkirche befindet sich im Nordwesten der historischen Altstadt von Goslar. Eingebettet in eine parkähnliche Landschaft steht sie direkt neben der ehemaligen Stadtmauer. Der Baubeginn der im Stil der Romanik errichteten dreischiffigen kreuzförmigen Basilika lag in den 80er Jahren des 12. Jahrhunderts. Im Jahre 1186 wurde der Hauptaltar geweiht, für das gesamte Bauwerk wird die Bauzeit bis zur Vollendung auf ca. 100 Jahre geschätzt. Ursprünglich war die Neuwerkkirche eine Klosterkirche. Im zugehörigen Kloster lebten Nonnen des Zisterzienser- und später des Benediktinerordens. Zu diesem Kloster gehörte ein umfangreicher Besitz an Wald und Erzgruben, welcher die Versorgung der Frauen sicherstellte. Nach der Reformation wurde das Kloster in ein evangelisches Damenstift umgewandelt, welches bis zum Jahre 1969 bestand. Heute dient die Neuwerkkirche als Gemeindekirche für die Goslarer Neuwerk-Gemeinde. Im Laufe der Jahrhunderte hat die Neuwerkkirche keine nennenswerten Umbauten erfahren. Sie ist somit bis heute praktisch unverändert erhalten, was für ein Bauwerk der Romanik eine Seltenheit und Besonderheit darstellt. Sehenswert sind in der Kirche die byzantinischen Malereien im Chorraum sowie die schönen Steinmetzarbeiten im Inneren sowie außen an der Apsis. mehr lesen